Projektbeschreibung

Am 9.6.2004 explodierte vor der Hausnummer Keupstraße 29 in Köln-Mülheim eine Nagelbombe mit 5kg Sprengstoff und 800 Zimmermannsnägeln. Es gab 22 Verletzte, davon 4 schwer. Der feige rassistische Anschlag war ein Attentat des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU).
Der „NSU“ war eine Gruppe von mindestens drei Neo-Nazi-Terroristen, die geschätzt von 100 bis 200 Unterstützern in ganz Deutschland gedeckt wurde. Von 1999 bis 2011 führte die Gruppe aus rassistischer und nationalsozialistischer Gesinnung Attentate und Morde aus. Die Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 führte zu Fragen nach der bis dahin unterschätzte rechtsextremistischen Gefahr in Deutschland und zur Rolle und Verhalten der Sicherheitsdienste.
Denn bis 2011 Beate Schäpe (NSU-Terroristin) ein Bekennervideo des NSU zu den Terrorattentaten verschickte, ermittelten die Sicherheitsbehörden nicht in der rechtsextremen Szene, obwohl es immer wieder Hinweise von den Überlebenden des Terrors auf fremdenfeindliche Motive der Taten gab. Polizei, Politik, Presse und Öffentlichkeit suchten stattdessen die Täter in den Reihen der vom Nazi-Terror Betroffenen, auch in der Keupstraße, in Köln-Mülheim.
In dem Workshop “Auf den Spuren des rechtsextremistischen Terrors“ macht die Geschichtswerkstatt Köln-Mülheim einen Rundgang durch die Keupstraße. Auf dem Rundgang erwarten euch Gespräche mit Überlebenden des NSU-Terrors und Anwohner*innen zu den Fragen, wie konnte ein Hass entstehen, der zum geplanten Massenmord führte? Wieso versagten Sicherheitsdienste jahrelang und warum gab es in der deutschen Öffentlichkeit und den Medien keinen Platz für die Perspektive der Überlebenden und migrantisierten Community in Köln-Mülheim.

Projektleiter

Peter Bach
Geschichtswerkstatt Köln-Mülheim

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